Das geliebte süße Leben by Friedrich Ani

By Friedrich Ani

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Taschenlexikon Logistik: Abkürzungen, Definitionen und Erläuterungen der wichtigsten Begriffe aus Materialfluss und Logistik, 3rd Edition

Die Logistik hat sich als drittgrößte Branche im industriellen Umfeld etabliert. Sie ist in den letzten Jahren in hohem Maße interdisziplinär geworden und verbindet die Welt der Informationstechnik mit dem administration von Produktion und Handel sowie dem physischen delivery von Waren und Gütern. In diesem Taschenlexikon finden sich die wichtigsten Begriffe und Abkürzungen zu allen Facetten der modernen Logistik – von der IT bis zur Intralogistik, vom „A-Artikel" bis „Zyklische Redundanzprüfung".

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Bist du da? Mach, daß ich wieder gehen kann. Ich will hier nicht stehen, die lachen mich ja aus, die Leute in den Straßenbahnen und in den Autos, und die Fahrradfahrer. Niemand soll mich sehen, nur du. Ich hab niemandem mehr was zu sagen, auch nicht meinen Kindern. Nur dir, Oskar. Und wenn du das alles zum zehnten Mal hörst, heute ist es das letzte Mal, das versprach ich dir. Nur drei Schritte bis zum Stuhl, nur drei. Am Geländer festhalten. Da drüben steht der schwarze Dom. Hilf mir. Warum hilfst du einer verlorenen Seele nicht?

Dir auch nicht, stimmt’s, Kuti? Ja, schmatz nur, aber hauch mich nicht an, das vertrag ich nicht. Rohes Fleisch! Tief durchatmen. So, jetzt geht’s wieder besser. Du sollst mich nicht beißen! Komm her, komm her zu mir, ja, grab deinen Kopf in den Mantel, das ist ein sicherer Ort, den kennst du, gefällt dir das, wenn ich dich im Nacken kraule? Schon wieder ein Radfahrer, der ohne Licht fährt. Das ist lebensgefährlich, junger Mann. Die meisten Radfahrer heutzutage sind behämmert, anders ist das nicht zu erklären, wie die sich im Straßenverkehr benehmen.

Schluß damit! schrie ich ihn an, und er zuckte zusammen. Ich bückte mich nach seiner Ledertasche, und obwohl ich in dem Moment dachte, daß ich diese krumme Bewegung nicht überlebe, kriegte ich das Portemonnaie zu fassen, das unten in der Tasche lag, und legte es auf den Tisch. Es war prall gefüllt. Ich legte einen Geldschein neben dem anderen auf den Tisch, Hunderter, Fünfziger, einen Fünfhunderter, einen Schein, den ich in natura noch nie gesehen hatte. Keine Sorge, sagte ich zum Heidelberger, ich verpetze Sie nicht, weder bei den Postoberen noch bei der Regierung, ich will bloß wissen, wo Sie meine Penunze versteckt haben.

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